SWISSTOM

Atmung sichtbar machen mittels Elektronischer Impedanz Tomographie (EIT)

DER AUFTRAGDas Schweizer Startup Swisstom hat mit der elektronischen Impedanz Tomographie (EIT) eine innovative Technologie entwickelt, die es ermöglicht, Atmung in der Lunge in Echtzeit zu messen. Bisher waren hier nur Momentaufnahmen durch bildgebende Verfahren wie ein CT möglich. Swisstom kam auf UID mit der Aufgabe zu, diese Daten so für die Zielgruppe der Intensivärzte und Pfleger zu visualisieren, dass diese im hektischen Umfeld der Intensivstation schnell die richtigen Entscheidungen treffen und Langzeitschäden durch künstliche Beatmung verringern können.

DIE HERAUSFORDERUNGWie gestaltet man nun eine Bedienoberfläche, die in der Reizüberflutung und bei der Hektik auf einer Intensivstation wichtige Informationen liefert, ohne diese Situation noch zu verstärken? Wie visualisiert man Messdaten in einer Form, dass sie mit einem Blick vom Fachpersonal lesbar und interpretierbar sind?

GESTALTUNGSPRINZIPIENLässt sich Sicherheit und Funktionalität mit einem attraktiven Design im Bereich Medical verbinden oder muss ein Medizingerät den Ernst der Lage widerspiegeln? Wir haben uns dafür entschieden, dass beides möglich ist und sich nicht widerspricht, sondern wunderbar ergänzt. Dazu setzten wir den Schwerpunkt bei der Gestaltung auf die folgenden Designprinzipien und Designaufgaben:

  • Reduktion auf das Nötigste
  • Integrierbarkeit
  • Freundliches Design
  • Visualisierung von Parametern

REDUKTION AUF DAS NÖTIGSTEadressiert die Reizüberflutung auf der Intensivstation. Ein schlichter Designstil legt den Fokus auf die zentralen Informationen. Je nach Bedienschritt werden nötige Informationen ein- oder ausgeblendet. Bereiche, die nicht im Fokus sind, werden farblich zurückgenommen. So werden beim Funktionstest des Gürtels beispielsweise nur die Elektroden mit schlechter Signalqualität oder fehlendem Signal angezeigt. Auf das zusätzliche Hervorheben der funktionierenden Elektroden in grün, verzichteten wir und Swisstom.

INTEGRIERBARKEITermöglicht es Swisstom, die Visualisierungen auch im Rahmen von Beatmungsgeräten anzuzeigen. Daher achteten wir bei der Gestaltung auf einen modularen Charakter des UIs.

Auf einer Intensivstation stehen viele Geräte und Apparaturen und doch darf nicht vergessen werden, dass für Menschen gestaltet wird. Neben dem Fachpersonal kommen auch die Patienten selbst und deren Familien in Kontakt mit den Bedienoberflächen. Daher war es Swisstom und uns wichtig, kein technisches, sondern ein freundliches Design zu erreichen. Ein Herzstück des Projekts ist die Visualisierung von Parametern basierend auf den Daten des Elektrodengürtels. Je nach Parameter müssen unterschiedliche Informationen im Fokus der Darstellung liegen. Ein schnelles Wechseln zwischen verschiedenen Parametern ermöglicht es dem Fachpersonal, ein ganzheitliches Bild der Situation zu bekommen.

Team

Sigrid Ackermann, Kerstin Dyck (PL), Ellen Schenk

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Kontakt

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www.uid.com

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