Shape-Changing Interface

Haucht Daten Leben ein

So schön kann Datenvisualisierung sein

Sind heute viele Kollegen im Büro? Wer ist krank, hat Urlaub oder nimmt auswärts Termine wahr? Neben projektbezogenen Aufgaben sind es Fragen wie diese, die Mitarbeiter beschäftigen. Häufig gehen solche Daten in unübersichtlichen Verwaltungssystemen unter – und mit ihnen wertvolle Informationen, die emotional ansprechen. Um das zu vermeiden, hat UID-Mitarbeiter Florian Schröder für seine Abschlussarbeit ein Shape-Changing Interface entwickelt, das vernachlässigte Statusdaten ästhetisch in Szene setzt.

Unser Shape-Changing Interface „übersetzt“ dynamische Anwesenheitsdaten in lebendiges Verhalten. Wie ein echtes Lebewesen reagiert der Prototyp auf die aktuelle Datenlage, indem er sich bewegt und seine Form und Farbe verändert.

Ein Interface, das aufblüht

Herrscht viel Trubel im Büro, blüht das Shape-Changing Interface auf und drückt seine Freude mit vielen schnellen Bewegungen aus. Ist hingegen wenig los, wird es träge und zieht sich zurück. Zusätzlich signalisieren verschiedene Farben, ob Mitarbeiter fehlen, weil sie externe Termine haben, im Urlaub oder krank sind. Das Shape-Changing Interface reagiert auch auf physische Anwesenheit: Es öffnet sich beispielsweise zur Begrüßung für jeden Kollegen, der ihm gegenübersteht, und nimmt die Farbe seiner Kleidung an.

Auffallen in der Informationsflut

Mit seinem lebendigen, multimodal erfahrbaren Verhalten hebt sich das Ambient Shape-Changing Interface deutlich von graphischen Interfaces ab. Nicht der Bildschirm, sondern die direkte Umgebung des Prototyps wird zur Daten-Schnittstelle. Über atmosphärische Veränderungen vermittelt der Prototyp quasi „im Vorbeigehen“ ein Gefühl für die aktuelle Datenlage – ohne die Aufmerksamkeit des Nutzers zu sehr zu beanspruchen. Damit stellt unser Prototyp eine alternative Form der Datenvisualisierung dar, die besser aus der täglichen Informationsflut heraussticht.

How the Magic Happens

Der Prototyp besteht aus einer sechseckigen Basis, in die sechs gleichförmige Pyramiden eingelassen sind. Jede Pyramide kann ein- und ausfahren und erinnert dabei an eine sich öffnende und schließende Blüte. Im Inneren der Pyramide sorgen bunte LEDs für ästhetische Lichteffekte. Modellbau-Servomotoren treiben die Pyramiden an. Die Mechanik dahinter stammt aus dem 3D-Drucker. Mithilfe eines Kinect Sensors kann das System Bewegungen registrieren und wie ein lebendiges Wesen mit den Nutzern interagieren.

Universität Bremen

Prof. Dr. Rainer Malaka, Dr.-Ing. Tanja Döring (Betreuerin der Abschlussarbeit)

TEAM UID

Florian Schröder, Henrik Rieß (Betreuer der Abschlussarbeit)

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Kontakt

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www.uid.com

UIDlabs
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